Cyanopsittacus spixi (Wagl.)
Graublauer Arara.
Da mir bekannt war, daß Spix den ebenso schönen als seltenen Papagei im Gelände des Francisco- Stromes bei Joazeiro entdeckte, richtete ich in der genannten Gegend mein spezielles Augenmerk auf ihn. Leider ohne Erfolg. Auch von der Bevölkerung wurden alle diesbezuglichen Anfragen negativ beantwortet.
Erst in Remanso wurde uns ein Gefangener dieser Art gezeigt, der aber leider unverkäuflich war, und in Freiheit wurde C. spixi nur am See von Paranaguá beobachtet.
Hier kommt er, wie alle Familiengenossen, von Zeit zu Zeit zum Wasser, um den Durst zu stillen. Der Zuzug erfolgt augenscheinlich aus großer Entfernung und die dürstenden Vögel pflegen sich zunächst laut rufend auf Baumspitzen am Strande niederzulassen, um vorsichtshalber die Umgebung zu mustern. Nach mehrmaligem Flugelfächeln lassen sie sich dann gemütlich zu Boden nieder, um aus Lachen oder dem Uferwasser bedächtig und anhaltend zu saufen.
Drei solcher zur Tränke kommender und ganz deutlich erkannter C.spixi erspähten Wachsm. und ich am 18.VI. Sie faßten nach einigem Hin- und Herstreichen auf niedrigem Gebüsch einer Landzunge Fuß und machten, als wir uns im Boote zu nähern suchten, schon weit außer Schußweite lange Hälse. Unsere Schüsse auf sie beim Aufflattern blieben wirkungslos. Außer einigen weiteren unsicheren Beobachtungen steht es fest, daß am 2l. VI., lange vor Sonnenaufgang, ein Paar von Süden nach Norden über Paranaguá dahinzog.
So kam es, daß gerade die am meisten von uns begehrte Papageienart die einzige blieb, welche zwar beobachtet, aber nicht gesammelt wurde.
(Website Red: Dieser Bericht zeigt daß der Spix-Ara damals etwa 550 km westlich von dem heutigen Standort in der Nähe Curaçá vorkam.
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