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50 Kleine Blaue Aras werden in Brasilien ausgewildert

50 Kleine Blaue Aras werden in Brasilien ausgewildert

Brasilien 50 Kleine Blaue Aras werden ausgewildert

24. Juni 2018
Ein Spix-Ara-Pärchen  (Patrick Pleul, dpa)
Ein Spix-Ara-Pärchen (Patrick Pleul, dpa)

Rund 50 Kleine Blaue Aras in europäischer Gefangenschaft sollen nach Brasilien gebracht und dort ausgewildert werden.

Der brasilianische Umweltminister Edson Duarte werde in Brüssel eine entsprechende Vereinbarung mit Belgien und Deutschland unterzeichnen, teilte sein Ministerium in Brasília mit. Der Kleine Blaue Ara - oder auch Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) - ist vom Aussterben bedroht. Er kommt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens. Es gibt ihn nur noch in Gefangenschaft. Die rund 50 Exemplare, die nach Brasilien gebracht werden sollen, sollen am kommenden Donnerstag in eine spezielle Zuchtstation in Berlin gebracht werden, wo sie auf den Transport vorbereitet werden. Anfang nächsten Jahres sollen sie dann in ein 29 Hektar großes Schutzgebiet im brasilianischen Bundesstaat Bahia gebracht werden. In die freie Wildbahn sollen die ersten Kleinen Blauen Aras dann im Jahr 2021 entlassen werden.

Die Population der Papageienart ist in den vergangenen Jahrzehnten wegen der Zerstörung seines natürlichen Lebensraumes und der Jagd für den illegalen Tierhandel drastisch zurückgegangen. Nach Angaben des brasilianischen Umweltministeriums gelang es durch die Zusammenarbeit der Regierung mit privaten nationalen und internationalen Einrichtungen, die Zahl der Spix-Aras wieder zu vergrößern: Von 79 Exemplaren im Jahr 2012 auf inzwischen doppelt so viele.

Diese Nachricht wurde am 24.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesen



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